Sonntag, 2. Dezember 2012

Die FDP, das Personalkarussell und ... Inhalte ?

SO, nun geht es langsam los in der #FDP  ...

Die Angst vor dem drohenden Aus bei der Bundestagswahl 2013 steckt den Liberalen in den Knochen. Klar, wer in den letzten Umfragen immer zwischen 3-4% umherdümpelte muss sich langsam wirklich Gedanken machen. Noch dazu besetzen mittlerweile die Piraten und nunmehr auch die Grünen wichtige Politikfelder, die einst alleinige Domäne der Liberalen Partei waren. 

Und so muss es nicht verwundern, wenn angesichts des umstrittenen Parteivorsitzenden weitere Namen in den Ring geworfen werden.
Erst hatte sich Entwicklungshilfeminister Niebel für eine Doppelspitze ausgesprochen. Nun melden sich auch andere zu Wort.
Der erste Abgeordnete hat sich dafür ausgesprochen, dass nicht Rösler die Partei als Spitzenkandidat in den Wahlkampf führen soll, sondern R. Brüderle.


Keine Frage: Rein personell betrachtet eine gute Wahl beim dem verfügbaren Personal der FDP. 
(Ob das allerdings C. Lindner gut finden wird lassen wir mal dahingestellt sein.)

Dabei kann man sich die Frage stellen wie lange es dauert, bis man P. Rösler denn nun abschießt. Oder aber man fährt das Modell der Grünen. Wetten dürfen angenommen werden.


Nur eines scheint man bei der FDP etwas aus den Augen verloren zu haben:

Bei Wahlen wird das Kreuzchen durch den mündigen Bürger nicht allein wegen Personen gesetzt (dieses Privileg scheint nur die aktuelle Kanzlerin zu genießen), sondern auch wegen eines Wahlprogrammes. Dieses sollte dann eben nicht nur aus kurzsichtiger Klientelpolitik bestehen, sondern auch dem ganz gemeinen Wahlvolk Nutzen stiften können. Oder sogar müssen ?


Also liebe FDP: Wäre es nicht sinnvoller erst einmal mit Inhalten zu punkten ? Mit einem liberalen Wahlprogramm ? 

Bis neulich ...


Update:
R. Brüderle hat das soeben dementiert. Nach schauen wir mal was nach der Niedersachsen-Wahl davon noch übrigt bleibt.

Zeitungssterben und die Marktwirtschaft ...

Wer kennt es nicht, im Zug sitzen und eine Zeitung aufschlagen. Oder im Flieger die Printerzeugnisse der Verlage lesen. Die bekommt man ja gratis bevor man einsteigt.
Während hier die Welt noch ein kleines bischen in Ordnung scheint, haben sich in den letzten Jahren die Lesegewohnheiten der Menschen radikal geändert.

Wer daran Schuld ist ? Natürlich das Internet.

Samstag, 24. November 2012

Leistungsschutzrecht ..... Gesetzentwurf liegt vor und zielt gegen Suchmaschinen

Nachdem nun lange Zeit Ruhe war, liegt der  aktuelle Gesetzentwurf des Leistungsschutzrechtes nunmehr auf dem Bundestagsserver als elektronische Vorabfassung. 
(Um nicht lange zu suchen einfach hier aufrufen.)
Wer nun gedacht hat, dass nach dem bisherigen Protesten wesentliche Änderungen vorgenommen wurden, wird sich sofort enttäuscht sehen. Die Zielrichtung des Entwurfes wird nun richtig klar: Es geht geht gegen Suchmaschinen und Newsaggregatoren. Insbesondere das beliebte Google-News steht hier stellvertretend für das, was die Lobby mit diesem Gesetz verhindern möchte. So kann man eben mal versuchen richtig Kasse zu machen, während die eigenen Geschäftsmodelle weiter lustig hinter der Realität hinterher hinken können. Auch eine Variante, nur ob die auf Dauer trägt darf man bezweifeln. FR und FTD lassen grüßen.

Reine Verlinkungen auf vorhandene Artikel werden vom LSR nicht erfasst, ebenso wenig gilt dies für Blogger. 
Interessant ist in diesem Entwurf, dass der Bundesrat bei Fortschreiten des Gesetzes darum bittet, dass geprüft werden soll, ob es eine zentrale Stelle für die Überwachung und Verwertung der Rechte geben soll. Die müsste man erst schaffen.
Das GEMA-Modell lässt hier grüßen .... mit all den bekannten Schattenseiten.
Nun darf man auf die Reaktionen der Betroffenen gespannt sein. AM einfachsten wäre es , wenn Google die Verlage einfach aus dem Newsbereich rauswirft. Dies wurde bereits in Belgien sp praktiziert, bis dann die Verlage auf Knien wiederkamen um in den Index zu kommen.
Ob das hier in D auch so kommt bleibt abzuwarten, aber auf die erste Ankündigung von Google, die Verlage rauszuwerfen kamen genau von diesen, die dieses LSR sooo dringend haben wollten, die ersten empörten Statements nach dem Motto: "Aber so geht das nun auch nicht".
Tja liebe Verleger, wer das Eine will, muss das Andere dann auch mögen.

Es bleibt auf jeden Fall interessant.

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Ich kaufe mir eben "Freunde" .... Jagd um Likes

Wer hat nicht schon davon gehört. Egal ob bei ebay, auf einschlägigen Websites oder via nervigen Trash-Mails kann sich jeder für seine eigene Fanseite/Unternehmensseite eben mal ein paar "Freunde" hinzukaufen.
Letztes Beispiel war diesbezüglich der Rapper "Massiv", dessen Anzahl an Freunden sich innerhalb weniger Tage verzehnfachte.

Dabei sind die gekauften Freunde nicht einmal sonderlich teuer.1500 Klicks auf "gefällt mir" für schlappe 92 Dollar ist für manches arg zurückgebliebene Unternehmen einfach ein Schnäppchenpreis.
Auch für die windige Spezies selbsternannter und windiger Social-Media-Berater, die ihren Kunden einfach nur Müll in ganz großen Tönen verkaufen und dann in der großen weiten Welt verkünden, wie wichtig doch die "Freude" als Leitwährung in den sozialen Netzwerken sind.

Sicher, jeder schaut natürlich auf die Anzahl der Freunde und belächelt dann irgendwie schadenfroh den Konkurrenten/Mitbewerber, wenn dieser mit seinem Auftritt weit hinter den eigenen Zahlen zurückbleibt. 

Doch auf der anderen Seite muss man eben auch sehen, dass die Anzahle der Freunde eben nun mal absolut nichts über die Wirksamkeit des eigenen Auftrittes aussagt. Dabei reden wir an dieser Stelle noch gar nicht einmal von ROI und ähnlichen Messgrößen.

Da scheint indessen vielen auch ganz egal, denn nur auf diese Art und Weise kann das Geschäft in diesem Bereich weiter blühen. Auch wie diese sogenannten Freunden zustandekommen spielt dann keine Rolle.
"Manchmal kommt das „Gefällt mir“ von Facebook-Accounts, die von einer Software (Bot) gesteuert werden. Manchmal sind es Menschen, die für einige Cent auf „Like“ klicken oder einen Kommentar schreiben. „Zurzeit ist der Markt so, dass viele semi-professionelle Anbieter sich gegenseitig das Wasser abgraben“, beobachtet Eldagsen. „Ich denke, dass es sich professionalisieren wird.“..."
Ich hingegen hoffe nicht, dass es sich professionalisieren wird. Allerdings wird das eine kleine Hoffnung bleiben. Denn wo Interessenten sind, findet sich auch ein Markt. Und ich befürchte, dass es weiterhin Unternehmen geben wird, die selber oder via der oben genannten Berater diese Fans auch weiterhin kaufen werden.

Also schauen wir, ob bei den Betreibern irgendwann der Hype im Kopf dem Sachverstand wieder weicht. Dann sollten auch die Anbieter dieser "Dienstleistung" über kurz oder lang vom Markt wieder verschwinden.

Transparenz als Chance ... die Einnahmen, der Mut und die Wahl

Das sich Abgeordnete mit einigen Nebenjob und Nebeneinahmen das Abgeordnetensalär aufbessern, das ist ja nun absolut nichts Neues. Das wird auch niemanden wirklich interessieren, außer man wagt sich dann irgendwann aus der Deckung und möchte Deutschlands nächster Kanzler werden.

Ja Herr Steinbrück (PS). So schnell kann das eben gehen, und schwupps interessieren sich eben alle dann, was der Kandidat denn da so ein Nebeneinnahmen hat. 
Ganz ehrlich, mich interessiert die Steuererklräung eines P. Steinbrück nicht im Mindesten. Das können die im Komödienstadl (auch genannt "Wahlkampf in Amerika") in aller epischen Breite zwischen Obama und Romney austragen. Ich werde auch in keiner Form moralisieren, was die Höhe der Einnahmen betrifft und von wem sie denn dann eigentlich stammen. Ob Vergütung als Aufsichtsratsmitglied oder Honorare für Vorträge .... who cares.

Allerdings sollte man, wenn man sich in ein Glashaus setzt, nicht mit Steinen werfen und Transparenz einfordern, wenn man nicht ansatzweise gewillt ist, diese auszuleben.
Der Verweis auf die Meldung bei der Bundestagsverwaltung mag in Ordnung sein, nachvollziehbar ist er nicht.

Zumal die Offenlegung der eigenen Einnahmen für P. Steinbrück eine große Chance darstellt.
Chance ????   Na aber sicher.

Wenn er nur der halbwegs gewiefte Taktiker ist, dann wird er seine Daten veröffentlichen und im Gegenzug gleiches von der Kanzlerin fordern. Oder aber von den Ministern der Regierung. Denn gerade mit Blick auf die Koalition könnte der diese an einer sehr empfindlichen Stelle treffen. Die bislang größten Verweigerer des Gesetzes zur Offenlegung der Einnahmen und zur Verhinderung der Bestechung Abgeordneter sitzen in den schwarz-gelben Reihen.

Wenn Steinbrück jetzt Mut hat, dann verbindet er die Veröffentlichung seiner Daten mit einer Initiative, diese Gesetze umzusetzen. Egal ob das nun in das Wahlprogramm kommt, oder als separater Punkt vorangebracht wird.
Dies würde den dann nicht nur den schwarz-gelben Verhinderern die Füße wegziehen, es würde auch die SPD in einem bislang von den Piraten besetzten Feld dick platzieren.
Da gerade die Abgrenzung in Form eines Lagerwahlkampfes durch PS bekannt gegeben wurde, könnte er auf diesem Wege auch Stimmen zurückholen, die bislang klar den Piraten zugeordnet werden.

Natürlich, mit Blick auf eine mögliche große Koalition könnte PS dann auch die Kanzlerin verstimmen. ABer ist das wirklich so schlimm ??!!

Nun denn Herr Kanzlerkandidat, haben Sie einfach Mut zur Transparenz und gehen Sie voran.
Nicht nur mit Worten. Mit Taten.


Sonntag, 30. September 2012

"Beinfreiheit" und viele schöne bunte Farben .....

Klar, natürlich denkt man zuerst an ein Auto, das genügend Beinfreiheit bringen muss. Sonst wird es mit dem steuern des Teils ja auch echt schwierig. Insofern muss es nicht verwundern, dass ein neuer Fahrzeugführer natürlich immer auf so etwas achtet.
Allerdings ...... wenn man sich das Auto nicht aussuchen kann, sind derartige Forderungen schon etwas merkwürdig.

P. Steinbrück ist der neue Lenker des knallroten SPD-Gefährts mit den grauen Sitzen, und hat wenigstens in der elektronischen Sitzeinstellung nur noch einen Knopf, da die bisher gespeicherten Werte von Gabriel und Steinmeier gelöscht wurden. So weit, so gut. Nun kann man eigentlich losfahren, das Ziel ist ja bereits bekannt. Auch wenn die eingebaute Navigation ihn sicher durch fehlende oder zu späte Updates oder merkwürdige Zielvorgaben doch den ein oder anderen Umweg bescheren wird. Einzig den Satz "Bitte wenden Sie!" haben ihm eifrige Genossen aus der Sprachanweisung löschen lassen.

Dummerweise hat ihm aber sein Verein einen Wagen hingestellt, bei dem Steinbrück noch  nicht so recht weiß, was denn genau passiert wenn er dann den vielen Knöpfen spielt.
Gas geben ist einfach, bremsen kommt für ihn ohnehin nur in seltenen Fällen in Frage und den Rückwärtsgang ignoriert der Lenker des Wagens einfach.

Nur mit der Beinfreiheit hapert es eben noch ein wenig. Scheinbar hat man aus Kostengründen und mit Blick auf den CO2-Wert, der ,ja schön "grün" sein soll, ein etwas zu kleines und vielleicht auch zu langsames Gefährt bestellt. Und das heißt dann eben auch, dass es auch auf den Vordersitzen etwas eng zugeht. Gerade so, dass Steinbrück zwischen Kupplung, Gas und Bremse rangieren kann. Aber ein wohliges Gefühl wird sich ihm dabei nicht einstellen. Die Kupplung zieht manchmal zu spät, auch das "schleifen" lassen führt nicht zwingend dazu, dass es sich leichter (an)fahren lässt.
An der Bremse haben "linke" Finger ein wenig herumgespielt, so dass es sich immer etwas zäh anfühlt, selbst wenn man Gas geben will.

Ja, hinten wäre es mit der Beinfreiheit einfacher, aber dies ist ja für den Lenker kein Thema. So muss er nun versuchen, trotz einer engen Karosserie die nötige Beinfreiheit zu erhalten. Hier nutzt man dann eben mal die Sitzverstellung, und schiebt den Sitz so weit es geht nach hinten. Das damit gerade eben mal ein Passagier aussteigen muss ("links") nimmt er dabei billigend in Kauf. Das dieser Passagier ihm bei einem stotternden Motor oder Getriebeschaden weiterhelfen könnte, das ist ihm sichtlich egal.

Und als ob die geforderte Beinfreiheit eben noch nicht reicht kommen nun viele langjährige Gefährten und versuchen, ihm eine weitere Farbe für die Innenausstattung des Wagens schmackhaft zu machen.

Nein, sagt sich der Lenker, außen bleibt das Ding rot, innen erst mal grau. Und wenn der CO2-Wert "grün" genug ist, reicht es dann auch. Basta.
Dennoch muss er sich anhören, dass gelbe Radkappen einen wunderbaren Kontrast zum Rot ergeben, auch wenn ihn das immer an eine Ampel erinnert, bei der er zwar losfahren will, aber eben noch nicht kann.
Und selbst Lila kommt ins Gespräch, da sich der Tankdeckel  links befindet und man diesen wenigstens so färben könnte. Denn beim Vollgas-Peer wird es mancher Tankfüllung bedürfen.

Dennoch nimmt er dies nicht wahr, denn er hat den schwarzen Wagen vor sich, den er unbedingt einholen will. Auch wenn der konstant 13 km vor ihm fährt, Peer hat ihn im Blick.
Sicher. Felsenfest.

Dies wird auf seiner Reise bis nach Niedersachsen auch so bleiben. Auch wenn er ihn im Stadtgewimmel vielleicht kurz einholen könnte (natürlich nur mit ein paar grüngesinnten Bürgern, die seinen Wagen dann mutig mit über die Ziellinie schieben), wird er ihn auf der Weiterreise nach Berlin wieder aus den Augen verlieren.

Ein anderes Auto wird er nicht erhalten. 
Kann man ihm eigentlich nur wünschen, dass die geforderte  Beinfreiheit dann nicht nur reicht, um die nächste Werkstatt per pedes aufzusuchen, weil der Antrieb versagte.
Dann hat er wahrlich genügend Freiheit für die Beine. 


Freitag, 28. September 2012

Schlagzeilen ... und ihre Wirkung ...


Oha ! "Das wurde aber auch Zeit!" werden jetzt sicher viele denken. 
"Das klingt aber gut."

Wie auch die ARD heute berichtete, muss der Produzent des Mohammed-Films hinter Gitter.
Natürlich muss man dann ein bischen weiterlesen um dann erstaunt festzustellen, dass die implizite Botschaft der Headline der ARD absolut gar nichts mit den Vorgängen rund um den Schmähfilm zu tun hat. Dies findet sich natürlich nicht  nur bei der ARD, sondern alle Medien haben fast unisono die gleiche Headline:


Ja aber warum sitzt der Mann dann hinter Gittern, wenn nicht wegen des Films ?
Der vorbestrafte Verdächtige hat ganz profan gegen bereits bestehende Bewährungsauflagen verstoßen, deswegen wurde er jetzt festgesetzt.
Nicht das ich etwas dagegen hätte, allerdings sollten die Medien etwas mehr ihrer Verantwortung nachkommen und nicht mittels halbseidener Botschaften einen falschen Eindruck erwecken.

Klar, bei folgender (allerdings dann den Tatsachen entsprechenden) Headline:
"Verstoß gegen alte Bewährungsauflagen. Produzent des Mohammed-Films in Gewahrsam"
hätte wahrscheinlich kaum ein Nutzer den dahinter liegenden Beitrag aufgerufen.

Und das wäre natürlich dann schon allein wegen Klickzahlen und Auflagen absolut nicht tragbar. Allerdings frage ich mich dann immer mehr, wo der von den Medien immer wieder beschworene "Qualitätsjournalismus" geblieben ist.
So wie es ausschaut .... auf der Strecke.

Kann ich solch ein Verhalten bei einigen Boulevardblättern noch als gegen hinnehmen (sie können es eben einfach nicht besser oder dürfen es nicht besser !?) ist das gleiche Gebaren für einen öffentlich-rechtlichen Sender eigentlich intolerabel.

Also liebe ARD, grenzt Euch ab, konzentriert Euch auf den eigentlichen Auftrag der seriösen Information  und kommt der journalistischen Verantwortung wieder nach.
Mit Fakten.