Mal etwas Neues aus Brüssel:
Die EU-Kommission hat neue Vorschriften vorgeschlagen, die eine grenzüberschreitende elektronische Transaktionen möglich machen sollen. Personen bzw. Unternehmen sollen so mit ihren nationalen eID-Systemen Dienste der Öffentlichen Hand in anderen EU-Ländern nutzen können, sofern dort eine elektronische Identifizierung verwendet wird.
Klingt zunächst einmal nach einem klugen Plan, könnte man meinen.
Doch ebenso wie im bisherigen Referentenentwurfes des deutschen eGovernment-Gesetzes bleibt zum Beispiel eine wichtige Frage ungeklärt:
Wie soll das mitunter national geprägte Schnittstellen-Hick-Hack der einzelnen Systeme kompatibel gemacht werden ?
Es kann doch sicher nicht erwartet werden, dass nun jedes Land eine bestimmte Schnittstellenspezifikation eines anderen unterstützen wird.
Eine Grundforderung an die Kommission ist es daher, entsprechend länderübergreifende Schnittstellenspezifikationen zu entwickeln.Und das nun national einfach mal eben drauflosentwickelt wird ist sicher auch nicht zu erwarten, denn auch in der öffentlichen Verwaltung unterliegt man bei derartigen IT-Vorhaben den Wirtschaftlichkeitsgedanken.
Aber: Was nützen mir aufwändige Schnittstellen und gegenseitige Möglichkeiten der Nutzung von eID, wenn die Nutzer es nicht annehmen. Der nPA aus Deutschland lässt hier grüßen.Dies auch unter dem Gesichtspunkt, dass es aktuell kein bzw. kaum vernünftiges Datenmaterial zur zukünftigen Nutzerakzeptanz gibt.
Insofern dürfen Zweifel aufkommen, wenn genau diese kritischen Punkte durch die EU-Kommission nicht schnellstens zufriedenstellend beantwortet werden.
Bleibt zu hoffen, dass die EU-Kommission diese Punkte schon selber auf dem Radar hat, ansonsten verkommt die grundlegend gute Absicht zu einer politischen Absichtserklärung.
Donnerstag, 14. Juni 2012
Sonntag, 1. April 2012
ePartzipation – offenekommune.de möchte mehr Bürgerbeteiligung erreichen
ePartizipation – offenekommune.de
möchte mehr Bürgerbeteiligung erreichen
Was verbirgt sich eigentlich hinter dem Ansatz von offenekommune.de?
Dazu
schauen wir einfach auf dem Originaltext der Homepage:
„Offene Kommune ist eine neutrale Bürgerbeteiligungplattform mit dem Ziel, einen direkten Dialog zwischen Bürgern, Kommunen und Organisationen zu ermöglichen. Die Plattform lädt alle gesellschaftlichen Akteure ein, zu Diskussionen und Entscheidungsprozessen beizutragen.
„Offene Kommune ist eine neutrale Bürgerbeteiligungplattform mit dem Ziel, einen direkten Dialog zwischen Bürgern, Kommunen und Organisationen zu ermöglichen. Die Plattform lädt alle gesellschaftlichen Akteure ein, zu Diskussionen und Entscheidungsprozessen beizutragen.
Beta – aber wirklich
noch sehr früh
„Das Projekt, unterstützt vom Deutschen Städte- und
Gemeindebund (DStGB), befindet sich noch in einer frühen Testphase und wird
kontinuierlich weiterentwickelt.“
Genau diesen
Eindruck bekommt man auch, wenn man sich registriert hat. Im Prinzip sind Beta-Versionen
ja dafür da, dass beispielsweise technische Unzulänglichkeiten ausgemerzt
werden können oder wichtige inhaltliche Weichen nachgezogen werden. Hoffen wir,
dass die Macher dies auch so sehen und viele Hinweise und Tipps zur weiteren Gestaltung
des Portals erhalten.
Also schauen wir uns die Beta mal etwas genauer an.
Dienstag, 27. März 2012
Datenschutz: FTC fordert 'Nicht speichern'-Button
Lange Zeit konnte man den Eindruck gewinnen, als sei Datenschutz eine rein europäische bzw. eine rein deutsche Angelegenheit. Erinnert sei hier an die immerwährenden Diskussionen, die speziell von den Datenschutzbeauftragten der Länder angestoßen wurden. Oder den letzten Vorstoß der französischen Datenschutzbehörde gegen die Google-Nutzungsbedingungen.
In Übersee ging man mit diesen Themen bislang, auch in den öffentlichen Medien, etwas anders um. Nämlich lax. Insbesondere bei Google und Facebook konnte man sich daher bislang sicher sein, dass seitens der Behörden keine übergreifenden Restriktionen oder Vorgaben zu erwarten waren.
Ab heute ticken auch in den USA die Uhren ein klein wenig schneller.
Hat nun die Klage von Nutzern gegen Google in den USA und der anhaltende Protest von Nutzern in Europa gegen die dreisten Änderungen von Facebook zur Einsicht geführt oder ist dieses Thema nun auch in der Öffentlichkeit mit einem entsprechenden Stellenwert versehen worden ? Hier darf nun mal kräftig spekuliert werden.
Auf jeden Fall kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die amerikanischen Kollegen hier ungeniert bei den Europäern "abgekupfert" haben, was die konkreten Maßnahmen und Vorschläge betrifft.
Den "Nicht speichern Button", die Möglichkeit Nutzerdaten nach Beendigung von Mitgliedschaften komplett löschen zu lassen, oder aber auch das sogenannte "Privacy by Design (bei uns schon längere Zeit als "opt-in" bekannt) sind alles Punkte, um deren Durchsetzung sich die europäischen Datenschützer schon länger bemühen. Allerdings mit derzeit nur mäßigem Erfolg.
Nicht das es schlecht wäre wenn die amerikanischen Kollegen nunmehr auch ein AUge Richtung Europa werfen, denn nur wenn man sich irgendwann einmal übergreifend auf Standards einigt ist die Durchsetzung dieser auch ohne Schlupflöcher möglich.
Man darf also gespannt bleiben, ob ich dieser Vorstoß aus den USA nun auch auf die Diskussionen im europäischen Raum beflügelnd auswirken können.
Auch wenn die derzeitigen Ansätze der FTC nur empfehlenden Charakter haben sind sie dennoch ein Schritt in die richtige Richtung.
Für alle detailverliebten noch der Link zum Dokument der FTC.
http://ftc.gov/os/2012/03/120326privacyreport.pdf
In Übersee ging man mit diesen Themen bislang, auch in den öffentlichen Medien, etwas anders um. Nämlich lax. Insbesondere bei Google und Facebook konnte man sich daher bislang sicher sein, dass seitens der Behörden keine übergreifenden Restriktionen oder Vorgaben zu erwarten waren.
Ab heute ticken auch in den USA die Uhren ein klein wenig schneller.
Hat nun die Klage von Nutzern gegen Google in den USA und der anhaltende Protest von Nutzern in Europa gegen die dreisten Änderungen von Facebook zur Einsicht geführt oder ist dieses Thema nun auch in der Öffentlichkeit mit einem entsprechenden Stellenwert versehen worden ? Hier darf nun mal kräftig spekuliert werden.
Auf jeden Fall kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die amerikanischen Kollegen hier ungeniert bei den Europäern "abgekupfert" haben, was die konkreten Maßnahmen und Vorschläge betrifft.
Den "Nicht speichern Button", die Möglichkeit Nutzerdaten nach Beendigung von Mitgliedschaften komplett löschen zu lassen, oder aber auch das sogenannte "Privacy by Design (bei uns schon längere Zeit als "opt-in" bekannt) sind alles Punkte, um deren Durchsetzung sich die europäischen Datenschützer schon länger bemühen. Allerdings mit derzeit nur mäßigem Erfolg.
Nicht das es schlecht wäre wenn die amerikanischen Kollegen nunmehr auch ein AUge Richtung Europa werfen, denn nur wenn man sich irgendwann einmal übergreifend auf Standards einigt ist die Durchsetzung dieser auch ohne Schlupflöcher möglich.
Man darf also gespannt bleiben, ob ich dieser Vorstoß aus den USA nun auch auf die Diskussionen im europäischen Raum beflügelnd auswirken können.
Auch wenn die derzeitigen Ansätze der FTC nur empfehlenden Charakter haben sind sie dennoch ein Schritt in die richtige Richtung.
Für alle detailverliebten noch der Link zum Dokument der FTC.
http://ftc.gov/os/2012/03/120326privacyreport.pdf
Samstag, 11. Februar 2012
Tweetsee - Nettes Tool für Twitter
Wenn man eine Menge Freunde auf Twitter hat, dann ist man natürlich interessiert, was diese so alles posten. Will man dann die verlinkten Inhalte anschauen, geht es per Link ein ein neues Browserfenster um die Details zu sehen.
Tweetsee schafft hier Abhilfe.
Tweetsee schafft hier Abhilfe.
Sonntag, 29. Januar 2012
Neue Datenschutzbestimmungen bei Google
Grundsätzlich hat jede Medaille zwei Seiten. Vorab: Erst einmal ist niemand gezwungen die Angebote von Google zu nutzen. Gleiches gilt übrigens auch für andere nette und kostenfreie Angebote wie Facebook & Co …
Wie alle anderen ist Google ja nun wahrlich kein karitativer Verein, sondern lebt letzten Endes von unseren Daten. Diese sind die „Währung“ die es uns ermöglicht, diese Angebote weiterhin kostenfrei zu nutzen.
Donnerstag, 5. Januar 2012
Hashtags, Social Media und Analphabetismus …
In der gestrigen Ausgabe der business-on.de finden wir einen
bemerkenswerten Artikel zum Thema Hashtags und dem Einzug in den Sprachgebrauch.
(zum Original-Online-Artikel)
In diesem äußert sich unter anderem der Vorsitzende des
Rates der deutschen Rechtschreibung, Hans Zehetmair, dass durch u.a. Social-Media Kommunikation und
Hashtags ca. 20 Prozent der deutschen 15-Jährigen als Analphabeten eingestuft werden müssen.
Nun denn, schauen wir uns das mal ganz ernsthaft an
Montag, 2. Januar 2012
Was bringt uns 2012 – eine ganz (subjektive) Einschätzung
Der König ist tot (2011), es lebe der König (2012) !!!!
Das Jahr 2011 brachte doch so einiges an Neuerungen mit sich.
Nun ist es an der Zeit einmal einen Blick in das Jahr 2012 zu wagen um zu schauen, wie es mit den wichtigsten Themen rund um Social Media und eGovernment weitergehen könnte.
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