Mittwoch, 19. September 2012

Geburtenrate - Akademikerinnen bekommen wieder mehr Kinder

Nun haben wieder alle Grund zum Jubeln, denn nach einem Bericht des Hamburger Abendblattes steigt die Geburtenrate bei Akademikerinnen an. So weit so gut.
Wenn man allerdings die nackte Zahl anschaut, nämlich 1,34 Kinder, dann relativiert sich diese Jubelmeldung schnell wieder. Auch wenn 2005 noch weniger Kinder angesagt waren (1,24) ist das beileibe noch kein Grund sich beruhigt zurückzulehnen.

Auch 2011 (652Tsd) war das schlechteste Jahr für Geburten seit 1993 (798Tsd)



Stellt man nun noch die Sterbefälle in Deutschland gegenüber, dann ergibt sich ein noch viel größeres Desaster. 


Deutschland läuft also in eine demografische Falle, die auch durch die bisherigen Maßnahmen wie Elterngeld oder das geplante Betreuungsgeld (umgangssprachlich: "Herdprämie") definitiv nicht zu lösen sind. Das Elterngeld hat beispielsweise nicht dazu geführt, dass sich gerade im Bereich der angehenden Akademiker der Kinderwunsch beeinflusst wurde. Über 80% der Befragten Studenten gaben an, dass das Elterngeld auf einen möglichen Kinderwunsch gar keinen Einfluss hat.
Also muss man auch hier hinterfragen, ob diese Leistung wirklich dazu beitragen kann, den Kinderwunsch in die gewünschte Richtung zu beeinflussen.

Noch offensichtlicher wird das Problem beim Betreuungsgeld. Das Lieblingsprojekt der CSU (Teil der Koalitionsvereinbarung) scheint auf dem Weg der schleichende Tod zu ereilen, denn mittlerweile stehen selbst Teile der Koalition diesem, ablehnend gegenüber.
Wich ich finde zu Recht, denn Kinder zu Hause zu betreuen war sicherlich im Mittelalter noch eine wunderbare Sache, passt aber nicht in das 21. Jahrhundert.

Aber, auf diese Art und Weise muss man sich ja nicht mit dem Ausbau der Kindertagesstätten, der sinnvollen Betreuung und Erziehung der Kinder in diesen und möglichen Arbeitsplätzen für die Eltern beschäftigen.
Insofern einfach ein Nebelkerze, die über die wahren Probleme im Bereich der frühkindlichen Förderung hinwegtäuschen soll.

Deshalb ist es sicher schön, wenn die Geburtenraten ein wenig steigen, ein Grund für anhaltendes Jubeln ist es allemal nicht.


Montag, 17. September 2012

Wenn "pop"Kultur und "hoch"Kultur aufeinandertreffen



Das Licht geht aus. Der Vorhang öffnet sich langsam. Alles in gespannter Erwartung auf “Terminator 17″ mit einem gelifteten Arnold Schwarzenegger als Held der vergessenen Senioren.
Der Vorspann läuft an und plötzlich schreit einer der Kinobesucher “pop” ……….
Ein nicht zu definierendes etwas fliegt quer durch den Kinosaal und wie an einer Schnur gezogen, oder “wie von Geisterhand”, geradewegs in den Mund des Rufenden.
Uff. Völlige Verblüffung der restlichen Besucher. Whats that ???
In dieser Sekunde der nächste “pop”-Ruf eines andere Gastes.
Und wieder ! Wieder fliegt etwas durch die Luft …. verbunden mit einem genüsslichen “lecker” des auffangenden, und in der Folge schmatzenden Gastes.
Das Stakkato an “pop”-Rufen nimmt kein Ende, wird immer lauter und durchdringender, zwischen einzelnen Schmatzlauten dringen einzelne Wortfetzen des Filmes an das Ohr der Zuschauer.
Bis sich Arnold wutentbrannt umdreht und in die Menge ruft: “pop”t Euch doch selber.
Ende der Vorstellung

Dienstag, 24. Juli 2012

Klassifizierung des Berufsbildes Social Media


So, nach lange langer Zeit, als das Web 2.0 noch 2.0 hier und niemand über 3.0 nachdachte machte sich "Social Media" breit. Und mit diesem eine ganze Heerschar voller Beratern, Managern, Experten, die uns auf den Zug helfen wollten. Diese versprachen uns horrende Zahlen von sogenannten Freunden, Followern oder anderen merkwürdigen Kreaturen. Natürlich einhergehend mit einer ganzen Menge an Einspareffekten, und das Beste: Es ist ja alles kostenlos verfügbar, egal ob Facebook, Twitter oder G+. Also rein da und dann stellt sich der Erfolg ganz von allein ein.

Nachdem nun schon einige Zeit ins Land ging erwachte der Dachverband und setzt zu einer Kategorisierung an. Kann sich nun jeder selber aussuchen, in welches Raster er sich stecken lässt, Das schöne, nun haben wir noch mehr Bezeichnungen, die Expertentum heischen.

Ach ja, nach dieser Klassifikation bin ich ..... also schon mal mindestens ....
"Senior Social Media Experte" ... *schulterklopf*

Sortiert Euch doch bitte selber ein :) .... Bin gespannt ....... 
Ach jaaaa, vergaß ich, geregelte Ausbildungsnormen weiterhin Fehlanzeige ^^ ... mich würde nämlich dann das Fach "Dickes Fell" brennend interessieren

Hier der Link zum Artikel
Zum Originalartikel

und hier zur Klassifizierung:
Zur Klassifizierung des Verbandes

Freitag, 6. Juli 2012

Facebook und sein Problem mit Fakes und Pseudonymen

Es liegt zwar noch keine offizielle Stellungnahme seitens Facebook vor, allerdings verdichten sich die Anzeichen, dass nunmehr gegen die Phantasienamen und Pseudonyme vorgegangen werden soll.

Facebook musste ja vor einiger Zeit einräumen, dass es ca. 42 Millionen Fake-Nutzer gibt. Das war vor Zeiten des Börsengangs kein größeres Problem. Doch das Geschäftsmodell von FB setzt ja gerade auf diese Daten und deren Weitervermarktung, und die Investoren und Werbetreibenden werden sicher auch  genau schauen das ihr investiertes Geld gut angelegt ist.
Insofern wird diese Aktion (sofern mal offiziell bestätigt) auch unter diesem Gesichtspunkt  gestartet worden sein. Ich erspare mir die bisherigen Statements der Netzgemeinde. Auf jeden Fall wieder mal eine Aktion von FB (nach den zuletzt willkürlich geänderten Mailadressen), die es noch ein Stück weit unsymphatischer macht.

Dienstag, 26. Juni 2012

Langsam reicht es, Facebook !


Wie groß war meine Überraschung, als ich mich nach Wochen wieder einmal bei Facebook habe blicken lassen. Meine bisherige Mailadresse, die ich ja damals auch für die Registrierung nutzte, ist einfach mal aus der Profilansicht verschwunden ....


Ohne Rückfrage oder gar Einverständnis des Nutzer hat Facebook in Euerm Facebook-Account die bisherige E-Mail mal eben so auf eine willkürliche @facebook.com Adresse umgestellt. Das ist schon dummdreist, was sich Facebook da ohne Rückfragen beim Nutzer wieder einmal erlaubt. 


Sinn des ganzen ? Wenn Ihr zukünftig eine Mail aus Facebook schickt landet die Antwort direkt in Facebook und nicht mehr wie gewohnt im normalen Postfach. Sie wird dann einfach in den Facebook-nachrichten angezeigt. Und noch etwas unschönes: Wenn man nach jemandem sucht bekommt man auch  nur die Facebook-Mailadresse angezeigt. Schickt man dann eine Mail, landet man auch hier wieder bei Facebook.
Auch eine Art, einem völlig überflüssigen Feature in Facebook neues Leben einhauchen zu wollen. Würde mich auch nicht wundern, wenn demnächst im Nachrichten-Stream ungefragt Werbung auftaucht ....


Fragt sich nur wie lange sich die Nutzer diese hochnäsige und arrogante Bevormundung noch gefallen lassen.
Ach ja, wie werdet Ihr das Ganz nun wieder los ? Hier eine kleine Anleitung -->

Sonntag, 24. Juni 2012

Sitzung des IT-Planungsrates


Ich hatte schon letztens in einem anderen Blogbeitrag berichtet (Euroapweite Anerkennung der eID), dass die EU die Anerkennung der jeweiligen eID-Lösungen vorantreiben möchte. Grundfrage war dabei, wie es sichergestellt werden soll, dass die Anerkennung der eID-Lösungen auch via einheitlicher Schnittstellen sichergestellt werden soll. Dies aber nicht nur unter diesem Aspekt, denn auch im Entwurf des eGovernment-Gesetzes sind Passagen enthalten, die genau diesen verwaltungsübergreifenden Austausch von Dokumenten und Prozessvorgängen enthalten.
Dafür sind allerdings  einheitliche Schnittstellen und Standards wesentliche Grundvoraussetzung, dass nicht jede Verwaltung Ihre eigenen Schnittstellen baut.



Nun hat der IT-Planungsrat getagt und dabei wichtige Punkte auf die Agenda genommen, die unter anderem genau diese Aspekte aufgreifen.
Wichtigste Eckpfeiler dabei:

  • Datensicherheit bei Übertragungen
  • Einheitlicher Zugang zu Transportverfahren und Austausch von Akten, Vorgängen    und Dokumente im eGovernment (insbesondere wichtig bei veraltungsübergreifenden Vorgängen) -> elemetarer Punkte wenn eGovernment übergreifend funktionieren soll
  • Einheitlicher Zeichensatz für Datenübermittlung
  • Übermittlung von Antragsdaten 
Es scheint so, als wären die Botschaften angekommen und man sich der grundlegenden Bedeutung dieser Schnittstellen nun endlich klar geworden. Insofern steht zu hoffen, dass der angestrebte Effekt (Transparenz, Kosteneinsparung, durchgängige E2E-Prozesse) nunmehr auch mit einer vernünftigen technischen Grundlage vorangetrieben wird.
Bleibt zu hoffen, dass es sich hierbei auch in der Entwicklung um ein international anerkanntes Standardformat (Bsp: xml) handelt, sonst wäre es wieder die berühmte Insellösung.

Mittwoch, 20. Juni 2012

Datenschutzbestimmungen in sozialen Netzwerken - geht´s auch einfacher ?

Hm, gerade eben bin ich mal einfach so am surfen und bin wirklich gewillt mir die Datenschutz- und Nutzungsbedingungen durchzulesen, die man bei den unterschiedlichen Netzwerken so finden kann.

Sonst bin ich eher auch einer derjenigen, die AGB oder Geschäftsbedingungen oder Nutzungsbedingungen mal eben von ganz oben nach ganz unten ohne Lesen durchscrollt um endlich den Haken bei  "ich stimme zu" setzen zu können.
Nein, nicht aus purer Faulheit. Sondern einfach weil man teilweise für die Kenntnisnahme und vor allem das Verstehen einiger Passagen am besten einen Rechtsanwalt in seinem Bekanntenkreis haben sollte.

Zurück zu den Netzwerken. Ich denke es wird vielen Nutzern so gehen, dass man unabhängig der persönlichen Einstellung zum Datenschutz natürlich von den wichtigen Bestimmungen der einzelnen Seiten gern Kenntnis nimmt. Allerdings gestaltet sich dies nicht nur dahingehend schwierig diese immer gleich zu finden. Vielmehr erschlägt einen die Masse, die Komplexität, das Vorhandensein für viele Rechtsbegriffe und auch die Zerstückelung in Einzelseiten die man lesen muss.
Sicher, durch rechtliche Vorgaben sollen und müssen einige Punkte definitiv durch den Anbieter dem Nutzer zur Kenntnis gebracht werden. Aber geschieht dies auch in einer für den Nutzer halbwegs transparenten und verständlich Form ?